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Alles begann mit einem großen Chaos am Morgen des 16. Februars am Flughafen Dresden.
Das lag allerdings nicht an uns, den 13 Schülern der Berufsfachschulklasse für Wirtschaft
und unserer begleitenden Lehrerin
Frau Abel.
Wir waren mit großer Vorfreude pünktlich zu unserem Abenteuertrip erschienen,
aber am Check-In waren die Buchungen verschwunden, die Elektroniktickets nicht vorhanden
und man wollte uns sogar nach Venedig schicken.
Dennoch ging es nach zwei Stunden großer Aufregung endlich los in die unbekannte Welt. Die etwa 20-stündige Reise mit Verpflegung in Form von Chips und Sandwiches bereitete uns hervorragend auf unser zukünftiges Leben vor. In Fort Worth angekommen, erwartete uns bereits eine Gruppe ungeduldiger Personen. Einen so herzlichen und gastfreundlichen Empfang hatte sich niemand von uns vorstellen können. Am Abend gab es eine extra für uns organisierte Willkommensparty mit allen Gastfamilien, selbstgemachten Begrüßungsplakaten von den Austauschschülern, amerikanischen Snacks und jede Menge vorsichtiger, aber sehr interessanter Kennenlerngespräche. Ab jetzt war jeder auf sich selbst gestellt - ein fremdes Land, eine fremde Sprache und fremde, aber sehr aufgeschlossene Menschen. Wie sollte das funktionieren? Für die nächsten drei Wochen lebten wir bei unseren Gastfamilien, die uns mit riesiger Vorfreude empfingen und von nun an besuchten wir die Western Hills High School. Die folgenden Tage waren überhäuft mit abenteuerlichen Erlebnissen, Eindrücken und neuen kulturellen Erfahrungen. Bereits die kleinsten Dinge waren neu für uns. Zum Einen die unterschiedlichen Einheiten, wie Meilen, Pound, Dollar oder Fahrenheit und zum Anderen Dinge wie ein Schulhaus ohne Fenster, da es ja eine Klimaanlage gibt, was das Normalste auf der Welt in Texas ist. Der nächste "Schock" für uns waren die Dimensionen. Alles ist einfach größer, höher und breiter - egal, ob es die Autos, Straßen, Burger, Getränke, Betten oder einfach nur die Taschentuchpackungen sind. Unser Tagesablauf sah wie folgt aus, morgens 8:30 Uhr gingen wir mit zum Unterricht unserer Gastschüler. Der Stundenplan beinhaltet die Fächern, welche wir aus Deutschland kennen, mit wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Football- oder Militärunterricht. Gegen Mittag gab es eine einstündige Pause, in der man sich aus der Schulküche sein Mittagessen für ein paar Dollars holen konnte, wie Pizza, Burger oder Pommes Frites. Darauf folgte wieder Unterricht bis 15:30 Uhr. Anschließend fuhren die 16-jährigen Schüler mit ihrem übergroßen Pick Up nach Hause oder wurden von ihren Eltern abgeholt oder nutzten den schönen gelben Schulbus oder besuchten verschiedene Kurse, wie Baseball, American Football, Fußball oder Theater. Neben unserem Schulbesuch lernten wir viele andere interessante Sachen kennen. Beispielsweise waren wir in dem Teil Fort Worths, der im Stil des Wilden Westens erhalten blieb, "die Stockyards" mit Rodeo, Squaredance, Pubs und Bullriding. Denn nicht umsonst nennt man Fort Worth die Stadt, hinter der der Wilde Westen beginnt. Außerdem hatten wir das große Glück, das beste Hotel der Stadt das Renaissance Worthington zu besuchen. Wir durften in einer persönlichen dreistündigen Führung vom Human Ressource Manager des Hauses hinter die Kulissen aller Abteilungen schauen und alle Fragen hinsichtlich einer Tätigkeit dieses riesigen Unternehmens stellen. Wir gingen mit unseren Familien, die zumeist sehr christlich sind, sonntags in die Kirche oder zu typisch amerikanischen Basketball- oder Eishockeyspielen. Außerdem schauten wir uns die verschiedenen Stadtteile und Museen Fort Worths an und besichtigten auch die Nachbarstadt Dallas. Das Highlight in Dallas war das John-F.-Kennedy-Museum, das sich genau in dem Gebäude im 6.Stock befindet, von wo aus J.F. Kennedy im Jahr 1963 erschossen wurde. Ein weiteres Highlight war unsere 2-Tages-Tour mit dem öffentlichen Bus nach San Antonio. Eine Stadt, die mexikanisches Flair besitzt, mit einem wunderschönen Fluss, welcher sich durch die Altstadt schlängelt und uns bei schönstem Sonnenschein zum Spazierengehen einlud. Als Dankeschön für all diese einmaligen Erlebnisse kochten wir im übergroßen zentralen Supermarkt für 50 Personen ein deutsches Menü. Wir bereiteten eine typisch sächsische Kartoffelsuppe, Schweinsrouladen mit Rotkraut und Klößen zu und als Dessert gab es Quarkkeulchen mit Apfelmus und einer Zucker-Zimtmischung. Dieses für uns "einfache" Kochen wurde zu einer Kochshow mit Mikrophonen, Monitoren und Moderatoren. Unsere Gäste mochten das deutsche Essen sehr und so konnten wir ihnen als Dankeschön für diese übergroße Herzlichkeit, die uns entgegen gebracht wurde, etwas aus unserer Heimat nahebringen. Drei Wochen voller Abenteuer, Faszination und unglaublicher Gastfreundschaft - eine wohl unersetzbare Erfahrung für unser Leben. Wir danken allen, die uns das ermöglicht haben, insbesondere unserer Organisatorin Frau Abel und ihrem amerikanischen Partner Mister Kristopher Franks. Thank you very much for everything! Anika Dietrich Schülerin der Klasse 07 BF |
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