Theaterstück "Das Geheimnis der Agda K. oder Wie töte ich meinen Mann?"


Der Theaterkurs des Beruflichen Gymnasiums inszenierte in diesem Jahr ein Stück nach Curt Goetz. Der eigentliche Name des Bühnenwerkes lautet "Hokuspokus", welcher jedoch in "Das Geheimnis der Agda K. oder Wie töte ich meinen Mann" umgewandelt wurde. Nach langem Einstudieren fand am 25. April die Premiere statt, worauf noch zwei weitere Aufführungen folgten. Bei allen drei Terminen war der Zuschauerraum sehr gut gefüllt und der "Spielplan" hätte durchaus verlängert werden können. Die rege Anteilnahme spiegelt die glanzvolle Leistung der jungen Schauspieler, der Regie durch Kerstin Dietze und Uta Hauthal wider. Zu Beginn des Stückes wurde der Zuschauer in die Krisensitzung eines Theaterdirektors (Martin Helbig) mitgenommen. Dieser erklärte seinen Mitarbeitern die schwierige finanzielle Lage des Theaters durch zu wenige Besucher. Die Ursache dafür war, dass kein gutes Stück vorhanden und somit kein Interesse geweckt wurde. Jedoch, als der Dichter (Jana Vetter) bekannt gab, das neuste Stück eines berühmten Schriftstellers zu besitzen, wandelte sich die Situation augenblicklich. Im Folgenden wurde das Werk des Künstlers vorgestellt und dem Zuschauer vorgespielt. Es geht um eine junge Frau namens Agda Kjerulf (Bernadette Mühle), die angeklagt ist, ihren Mann umgebracht zu haben. Die Verhandlung wird geprägt durch Irrungen und Wirrungen, auch eine falsche Leiche taucht auf. Am Ende entlarvte sich der Verteidiger als der vermeintlich tote Gatte der Angeklagten und für den vollkommen gefesselten Zuschauer war die Auflösung der Fragen nicht mehr weit. So hatte der "tote" Gatte seinen ehemaligen Zirkus wiedergefunden und baute sich ein neues Leben auf, während er in den Verhandlungen gegen seine Frau seinem gelernten Beruf als Verteidiger nachging. Alles in allem war es eine sehr gut durchdachte Täuschung der Staatsmacht, um ein Zeichen gegen die Gesellschaft und die staatlichen Vorgänge zu setzen. Dieses Stück war die vollendete Lösung des Problems für das Theater. Besonders der berühmte Name des Autors sollte Besucherscharen anziehen. Jedoch gestand der theatereigene Dichter daraufhin, dass er das Stück selbst geschrieben hätte. Das tat der Begeisterung der Mitarbeiter aber keinen Abbruch, lediglich der Direktor war verärgert und erstaunt über die ungeahnten Kompetenzen seines Dichters. Da allen die Genialität des Werkes vor Augen stand, wurde es dennoch in den Spielplan aufgenommen, was allerdings zu Komplikationen in der Rollenverteilung führte, da jeder in eine Hauptrolle schlüpfen wollte.
Während des gesamten Theaterstückes wurde der Zuschauer so gefangen genommen, dass eine ungeheure Spannung aufgebaut und das Interesse voll und ganz auf die Darbietung gerichtet wurde. Durch die sehr gute schauspielerische Darstellung der unterschiedlichen Charaktere wurde diese Wirkung noch verstärkt. Weiter Schauspieler waren: Teresa Petzold, Maria Fremder, Hanna Noack, Christine Keil, Sarah Schlootz, Rebecca Melzer, Louise Neumann, Ann Winter, Anna Wagner, Nancy Riemer, Anja Scharfenberg und Christiane Link.

Text: Marie-Henriette Horschik
Peer Bille, Präsident und Beisitzer
Gerichtsverhandlung gegen Agda Kjerulf:



Bild oben: "Peer Bille" Louise Neumann, "Präsident" Sarah Schlootz, "Beisitzer" Hanna Noack

rechts oben: "Angeklagte" Bernadette Mühle und "Peer Bille" Louise Neumann

rechts unten: "Staa"Graham" Ann Winter

unten rechts: Anja Scharfenberg, Christiane Link und Jana Vetter als verschiedenartige Zeugen
Angeklagte und Peer Bille Staatsanwalt
Graham die drei Zeugen
Gerichtspräsident und Butler "Gerichtspräsident" Sarah Schlootz
mit "Butler" Rebecca Melzer
Kassiererin und Kritikerin
Kassiererin und Kritikerin oben:
"Kassiererin" Maria Fremder und "Kritiker" Teresa Petzold


links:
"Theaterdirektor" Martin Helbig und "Schauspieler" Christine Keil





zurück