26. Mai 2005 - der Tag, an dem wir BLAU machten ...

die stolzen Macher Der Deutsch-Leistungskurs 12 von Frau Wünsche, das sind wir: Mandy Büchner, Anette Fischbach, Maxi Grundmann, Dorothee Hering, Franziska Kuhn, Jana Lehner, Kati Liebe, Maria Lorenz, Maria Meltzer, Isabell Seidel, Florian Trept, Josefine Zepp und Nadine Zschaler.
Alles fing in einer Deutsch-Stunde an. Wir waren gerade beim Thema Romantik und auf der Suche nach der Blauen Blume (die ein Symbol dieser Epoche ist), als Frau Wünsche uns vorschlug, ein "Blaues Projekt" zu arrangieren. Nach vielen Überlegungen, wie dieses aussehen sollte, entschieden wir uns für eine Wand in der Schule, auf die wir eine blaue Stadt mit blauen Gedichten malen wollten. An einem Donnerstag trafen wir uns und legten los. Zuerst zeichneten wir mit Bleistift verschieden große Vierecke vor. Dann malten wir diese alle mit verschiedenen Blautönen aus. Als wir damit fertig waren, erschraken wir, dass es bereits Nachmittag war. Deswegen stärkten wir uns mit selbst gemachtem Nudelsalat und Würstchen. Damit gestärkt malten wir weiter. Langsam nahm die Wand Gestalt an, mit verschiedenen Motiven und den ausgewählten Zitaten von "blauen Gedichten". Bis 19 Uhr war die Wand endlich fertig, die letzten Reste gegessen und die Farbtöpfe weggeräumt. Über das Resultat freuen sich viele. Vielleicht regt es andere Lehrer und Schüler dazu an, auch etwas Kreatives zu gestalten, oder eine weitere Wand in der Schule mit den Farben Grün, Rot, Gelb usw. zu bemalen?!

Isabell Seidel

die blaue Wand, links oben
die blaue Wand in der Totalen
die blaue Wand, links unten Blau, allein eine Farbempfindung, die durch die Wellenlängen des Lichtspektrums von etwa 440 bis 490 Nanometer hervorgerufen wird? Blau ist die weibliche Farbe, ist Sinnbild für Trauer, für Kälte, Unschuld und Magie. Blau hat so viele Facetten, wie eine Stadt Fenster ... Wir wollten uns mit der himmlischen Farbe in einem blauen Projekt beschäftigen und damit auch unserer Schule ein wenig Magie einhauchen. So entstand die Idee, einer Wand mit Pinseln und blauer Farbe zu Leibe zu rücken und doch einmal, bis Nachmittags, in der Schule "blau" zu machen ... Nach heißen Diskussionen, in denen so viele Ideen kursierten, dass man am Ende schon blau vor den Augen sah, einigten wir uns, eine Stadt zu gestalten. Erste Entwürfe wurden gefertigt, Farben gemischt und Wände ausgemessen. Die eigentliche Malaktion sollte an einem einzigen Tag über die Bühne gebracht werden, damit die Sache nicht zu aufwendig würde. Also haben wir in 8 Stunden eine 12 Quadrat-
meter große Fläche gestaltet. Kaffe, Musik und belegte Brote erleichterten uns die Arbeit, die wir, mit blauen Papierhüten geschmückt, fröhlich angingen und begleitet von neugierigen Schüler- und Lehrerblicken beendeten. Wir freuen uns, dass unsere Arbeit von allen Seiten so herzlich begrüßt wurde und bedanken uns bei Frau Janke, die dem ganzen Unternehmen so offen gegenüber stand. Ohne Blaulicht und blaue Augen haben wir unsere Malaktion über-
standen und hoffen, dass sie auch Inspiration für neue Projekte ist.

Maria Meltzer

Wenn man 100 Menschen befragen würde, welche ihre Lieblingsfarbe ist, würde wahrscheinlich die Mehrheit der Befragten, blau antworten. Babyblau, azurblau, himmelblau, Marine, hellblau oder dunkelblau. Völlig egal, aber blau. Warum? Wahrscheinlich, weil das Blau eine beruhigende Wirkung auf den Menschen hat. Wir verbinden Blau mit Treue, mit Wohlstand und Reinheit. Das taten auch schon die alten Romantiker, damals galt Blau als eine weibliche Farbe, die Freiheit genauso wie Trauer repräsentiert. Kaum eine andere Farbe ist so vieldeutig, deshalb taten wir - der Deutsch-Leistungskurs von Frau Wünsche - uns auch so schwer mit der Wahl, wie man anderen Menschen die Vieldeutigkeit dieser Farbe deutlich machen kann. Gedichte, blaue Kleidung oder blau machen, all das war uns nicht gut genug. Aber eine blaue Wand gestalten, ein Bild, was blau als Farbe wiedergibt, so wie wir sie sehen. Was sollte das besser ausdrücken als eine blaue Stadt. Abstrakt und doch originell sollte sie werden. Doch einfach drauf losmalen, das ging nicht. Eine lange Planung folgte, Entwürfe wurden gemacht und Farben gemischt. Der erste Pinselstrich folgte bald und schon nach kurzer Zeit wurde uns klar, eine Stadt im traditionellen Sinne, würde das nicht, aber auf jeden Fall eine mit vielen Geheimnissen!

Kati Liebe

die blaue Wand, rechte Seite zurück